Alterswarzen
Beschreibung
Bei seborrhoischer Keratose (Verruca seborrhoica) handelt es sich um warzenartige Hautwucherungen. Diese entwickeln sich zumeist erst im Alter breiten sich dann immer stärker aus. Daher spricht man bei dieser Krankheit umgangssprachlich auch von Alterswarzen. Genauer handelt es sich bei diesen Hautwucherungen um Tumore. Seborrhoische Warzen zählen zu den häufigsten Hauttumoren. Sehr viele Menschen entwickeln im höheren Alter (40+) eine oder mehrere Alterswarzen. Zumeist treten die Hautwucherungen allerdings erst im Alter von 50 bis 60 auf. Die Krankheit betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Theoretisch kann nahezu jeder betroffen sein. Die Tumore sind gutartig und die Krankheit ist nicht infektiös. Alterswarzen sind harmlos.
Ursachen
Als Hauptursache für seborrhoische Keratose wird eine entsprechende genetische Veranlagung angenommen. Umwelteinflüsse dagegen sollen wenig bis nichts mit dem Auftreten der Krankheit zu tun haben.
Aussehen
Seborrhoische Alterswarzen sind hellbraun bis tief dunkelbraun oder sogar fast schwarz. Teils sind die Hautwucherungen dick verkrustet, teils handelt es sich lediglich um dunkle Flecken. Die Textur ist teilweise eher fein (Bild 1), teilweise sehr grob (Bild 2), je nach Ausmaß des Leidens. Oft treten nur einige wenige Flecken auf, in anderen Fällen verbreiten sich die Warzen enorm. Die Hautwucherungen weisen einen Durchmesser von ca. 1-2cm auf und sind selten größer. Die betroffenen Hautbereiche fühle sich fettig an. Die Variationsbreite hinsichtlich des Erscheinungsbilds ist, wie man sieht, sehr groß. Auf den Abbildungen sehen Sie einige Beispiele für das optische Erscheinungsbild der Erkrankung.


Betroffene Körperstellen
Alterswarzen können im Gesicht, am Nacken, an den Händen (Handrücken, Arminnenseiten), auf der Brust, am Rücken und sogar auf der Kopfhaut vorkommen.
Verwechslungsgefahr
Seborrhoische Alterswarzen können unter Umständen mit weißem Hautkrebs, schwarzem Hautkrebs oder anderen Warzentypen verwechselt werden.
Möglichkeiten zur Behandlung
In der Regel werden seborrhoische Warzen mit mechanischen Maßnahmen entfernt, wie unter anderem Kauterisation (Ätzung) mit Ätzmitteln oder elektrischem Strom, der Vereisung mit Flüssigstickstoff (Kryotherapie) sowie in besonders problematischen Fällen dem Durchführen einer Laserbehandlung. Alternative, nicht schulmedizinische Möglichkeiten zur Therapie umfassen unter anderem das Verwenden von Teebaumöl und Aloe Vera. Außerdem gibt es diverse Hausmittel gegen Warzen, bei deren Verwendung man jedoch stets Vorsicht walten lassen sollte.
Notwendigkeit der Behandlung
Eine Behandlung ist grundsätzlich vor allem aus kosmetischen Gründen wünschenswert. Notwendig ist das Entfernen auf Grund der Gutartigkeit der Tumore in der Regel nur, wenn sich die Warzen an Stellen befinden, wo sie im Alltag sehr hinderlich sind. Eine Behandlung bzw. Entfernung garantiert leider nicht das vollständige Verschwinden der Krankheit. Es kann zu erneuten Hautwucherungen kommen. Es ist jedoch auch möglich, dass man nach der Behandlung weitestgehend und möglichst langfristig von diesem lästigen Hautleiden verschont bleibt.
Weitere Informationen:
Immer noch von Warzen geplagt? Tipp! Wirksame Warzenmittel:



