Starkes Schwitzen Ursachen

Starkes Schwitzen wird nicht nur von Betroffenen als unangenehm empfunden. Spätestens wenn selbst mehrmaliges Duschen unangenehmen Gerüchen nicht entgegenwirken kann oder ein alltäglicher Handschlag zum Alptraum wird, sollte ärztliche Hilfe hinzugezogen werden. Damit der Betroffene einem beschwerdefreien Leben entgegensehen kann und die Lebensqualität nicht weiter beeinträchtigt wird, muss jedoch zuerst nach der Ursache der Erkrankung gesucht werden.

Über ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden an Hyperhidrose (die medizinische Bezeichnung für übermäßiges Schwitzen ). Betroffen sind in den häufigsten Fällen Hände, Füße, Gesicht und Achselhöhlen. Meist ist der überhöhte Schweißausfluss genetisch bedingt. Der Betroffene leidet hier oft schon seit der Kindheit an überhöhtem Schweißausfluss. Anders ist es bei Menschen, die nach der Pubertät oder im höheren Alter mit dem Problem konfrontiert werden. Hier sind die Gründe für starkes Schwitzen in der Regel auf andere Grunderkrankungen zurückzuführen.

Welche Grunderkrankungen kommen als Ursache in Frage?

Einer der häufigsten Auslöser ist Übergewicht. Da Kreislauf und Organe eines Übergewichtigen in höherem Maße beansprucht werden, führt dies automatisch zu mehr Schweißausfluss. Deshalb ist die einfachste Behandlung in diesem Fall eine Gewichtsreduzierung.
Aber auch ein hormonelles Ungleichgewicht im Körper kann übermäßiges Schwitzen erzeugen. Jugendliche im Pubertätsalter und bei Frauen in den Wechseljahren durchleben eine Umstellung des Körpers und der Hormonhaushalt gerät für gewöhnlich durcheinander. Das Nervensystem wird hierdurch beeinflusst und starkes Schwitzen kann ein Symptom von vielen sein. Ein weiterer häufiger Faktor für übermäßiges Schwitzen sind Stress und Angst.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Falls die Krankheit genetisch bedingt ist oder die Grunderkrankungen vorerst nicht beseitigt werden kann, bieten sich einige Möglichkeiten an, um den Schweiß zu verhindern bzw. zu reduzieren.

Beispielsweise können Antitranspirante die Schweißproduktion durch Verstopfung der Schweißdrüsen hemmen, indem sie auf die Haut aufgetragen werden. Zu kaufen gibt es sie in Drogerien in Form von Deodorants oder Salzen. Ebenfalls kann aber auch der Arzt ein stärker dosiertes Antitranspirant aus der Apotheke verschreiben.

Des weiteren kann bei Schweißfüßen- und Händen eine Botoxbehandlung Abhilfe schaffen. Die Nerven der Schweißdrüsen werden bis zu 9 Monate gelähmt. Hiernach muss allerdings eine erneute Injektion erfolgen.

Von Medikamenten ist im Allgemeinen abzuraten, da viele Nebenwirkungen mit dieser Behandlungsform verbunden sind.

Durch eine Operation können in besonders schweren Fällen die Schweißdrüsen entfernt werden. Auch hier ist jedoch der Erfolg keineswegs garantiert. Langfristig können Narben bleiben oder Rötungen der Haut über längere Zeit andauern.

In jedem Fall ist ein Arztbesuch zu empfehlen, bevor die genannten Behandlungsmethoden in Anspruch genommen werden.

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