Skin-Picking

Skin-Picking ist die Bezeichnung für zwanghaftes Drücken, Quetschen, Kratzen, Rupfen oder auch Beißen der Haut, manchmal an Hautunreinheiten wie Pusteln und Pickel oder an Stellen wie Mund oder Händen. Eine alternative Bezeichnung für dieses Verhalten ist Skin-Picking Disorder oder Dermatillomanie. Wird das Skin-Picking nur im Gesicht vorgenommen, spricht man in der Fachliteratur auch von Acnée Excoriée. Die Zwangserkrankung wurde erstmals 1875 beschrieben. Wie hoch die Zahl der Betroffenen ist, ist unklar, da die meisten Menschen wegen Skin-Picking nicht zum Arzt gehen.
Beim Kratzen, Drücken und Quetschen der Haut kommt es oft zu Blutungen oder Entzündungen. Schorf wird wieder abgekratzt und Entzündungen verheilen nur langsam. Neue Pickel und Narben können entstehen. Das zwanghafte Kratzen an der Haut kann dabei am ganzen Körper erfolgen. Stress und Anspannung verstärken das Verhalten, das den Betroffenen Stressabfuhr ermöglicht. Daneben quetschen und zupfen viele Betroffenen bei Langeweile oder unbewußt bei Tätigkeiten wie Lesen.
Mit Skin-Picking aufhören können Betroffene nicht aus eigener Entscheidung, da es sich um ein zwanghaftes Verhalten handelt. Ob man eine Therapie benötigt, hängt vom persönlichen Leidensdruck des Betroffenen ab. Oft können Betroffene ohne Therapie nicht mit Skin-Picking aufhören. Doch muss nicht jeder, der Skin-Pickung macht, auch darunter leiden. Die Krankheit kann sehr harmlos ausfallen. Bei heftigem Verlauf mit stärkeren Verletzungen oder stundenlangem Drücken, können Lebensqualität und Hautgesundheit jedoch so leiden, dass eine Therapie ratsam ist.

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